Die normale Summe addiert alles. Doch oft wollen Sie nur bestimmte Werte zusammenzählen, etwa den Umsatz einer einzigen Region. Genau dafür gibt es SUMMEWENN und für mehrere Bedingungen SUMMEWENNS. Englisch heißen sie SUMIF und SUMIFS. So setzen Sie beide richtig ein.
SUMMEWENN: ein Kriterium
SUMMEWENN summiert alle Werte, die eine Bedingung erfüllen. Der Aufbau ist: Bereich prüfen, Kriterium festlegen, Summenbereich angeben.
=SUMIF(B2:B100,"Nord",C2:C100)
Diese Formel addiert alle Umsätze in C2:C100, bei denen in Spalte B die Region Nord steht.
| Datum | Region | Produkt | Umsatz netto |
|---|---|---|---|
| 05.02.2026 | Nord | Software | 1.200,00 € |
| 07.02.2026 | Süd | Hardware | 2.450,00 € |
| 09.02.2026 | Nord | Hardware | 980,00 € |
Im Beispiel ergibt SUMMEWENN für die Region Nord 2.180,00 €.
SUMMEWENNS: mehrere Kriterien
Wollen Sie nach mehreren Bedingungen gleichzeitig summieren, nutzen Sie SUMMEWENNS. Hier kommt zuerst der Summenbereich, danach folgen die Paare aus Kriterienbereich und Kriterium:
=SUMIFS(D2:D100,B2:B100,"Nord",C2:C100,"Hardware")
Diese Formel addiert nur die Umsätze der Region Nord mit dem Produkt Hardware, also 980,00 €.
Mit Vergleichsoperatoren arbeiten
Sie können auch nach Zahlenbereichen summieren. So zählen Sie alle Umsätze über 1.000 € zusammen:
=SUMIF(D2:D100,">1000")
Lassen Sie den Summenbereich weg, summiert Excel den Prüfbereich selbst.
Häufige Fehler
- Reihenfolge verwechselt: Bei SUMMEWENN steht der Summenbereich am Ende, bei SUMMEWENNS am Anfang. Das wird oft vertauscht.
- Unterschiedlich große Bereiche: Prüf- und Summenbereich müssen gleich viele Zeilen haben, sonst rechnet Excel falsch.
- Operatoren ohne Anführungszeichen: Bedingungen wie
">1000"müssen in Anführungszeichen stehen. - Leerzeichen im Text: „Nord “ mit Leerzeichen wird nicht als „Nord“ erkannt. Bereinigen Sie Ihre Daten vorher.
Tipp: Kriterium aus einer Zelle
Statt den Text fest einzutippen, verweisen Sie auf eine Zelle: =SUMIF(B2:B100,F1,C2:C100). So ändern Sie die Auswertung, indem Sie einfach den Wert in F1 anpassen. Eine passende Datenbasis bietet unsere Einnahmen-Ausgaben-Vorlage.
Praxisbeispiel: Monatsauswertung erstellen
Ein häufiger Wunsch ist die Auswertung pro Monat. Angenommen, in Spalte A stehen Datumswerte und in Spalte D der Umsatz. Den Umsatz im Februar 2026 ermitteln Sie mit SUMMEWENNS und zwei Datumsgrenzen:
=SUMIFS(D2:D100,A2:A100,">="&DATE(2026,2,1),A2:A100,"<="&DATE(2026,2,28))
So summieren Sie genau die Umsätze, deren Datum im Februar liegt. Ziehen Sie diese Formel mit angepassten Monatsgrenzen nach unten, entsteht eine vollständige Monatsübersicht.
| Monat | Summe netto | Brutto (19 % MwSt.) |
|---|---|---|
| Januar 2026 | 4.200,00 € | 4.998,00 € |
| Februar 2026 | 3.850,00 € | 4.581,50 € |
| März 2026 | 5.100,00 € | 6.069,00 € |
SUMMEWENN und SUMMEWENNS im Vergleich
Beide Funktionen erfüllen ähnliche Aufgaben, unterscheiden sich aber im Aufbau. Bei SUMMEWENN folgt der Summenbereich am Ende und ist optional. Bei SUMMEWENNS steht der Summenbereich ganz vorne und ist Pflicht. Mein Rat: Gewöhnen Sie sich gleich SUMMEWENNS an, auch wenn Sie nur ein Kriterium haben. So müssen Sie sich nur eine Logik merken und können jederzeit weitere Bedingungen ergänzen, ohne die Formel umzubauen.
Verwandte Funktionen kennenlernen
Wer SUMMEWENN verstanden hat, lernt die Geschwister fast nebenbei. ZÄHLENWENN (Englisch COUNTIF) zählt statt zu summieren, MITTELWERTWENN (Englisch AVERAGEIF) bildet den Durchschnitt nach Kriterium. Alle folgen demselben Muster aus Bereich, Kriterium und optionalem Auswertungsbereich. Mit diesem Baukasten decken Sie schon einen großen Teil der typischen Auswertungen im Büroalltag ab.
Häufige Fragen
Was ist der Unterschied zwischen SUMMEWENN und SUMMEWENNS?
SUMMEWENN summiert nach genau einem Kriterium, SUMMEWENNS nach mehreren Kriterien gleichzeitig.
Kann ich auch mit Datumswerten arbeiten?
Ja. Mit =SUMIFS(D2:D100,A2:A100,">="&DATE(2026,2,1)) summieren Sie zum Beispiel alle Umsätze ab dem 01.02.2026.
Funktioniert das auch mit Platzhaltern?
Ja. Das Sternchen steht für beliebige Zeichen. "Soft*" erfasst etwa Software und Softwarepaket.